Kaum sind die Faschingskostüme wieder im Schrank verstaut, beginnt auch schon die Fastenzeit. Ab Aschermittwoch verzichten viele Menschen traditionell auf Fleisch, Alkohol oder andere Genussmittel. Doch Fasten geht längst auch anders: Digital Detox liegt voll im Trend. Warum es Ihrer Gesundheit guttun kann, die tägliche Bildschirmzeit bewusst zu reduzieren, erfahren Sie hier. Und damit es leichter gelingt, haben wir außerdem fünf praktische Tipps für Sie zusammengestellt.
Fastenzeit: Was steckt dahinter?
Fastenzeiten sind schon seit Jahrtausenden Bestandteil verschiedener Kulturen und Religionen. Je nach Glauben dienen sie dazu, Buße zu tun, Gott näher zu kommen oder Körper, Geist und Seele zu reinigen. Die christliche Fastenzeit dauert 40 Tage, beginnt am Aschermittwoch und endet an Ostern. 2026 ist das vom 18. Februar bis zum 4. April. Verzichtet wird traditionell auf Fleisch und Alkohol. Aber auch Süßigkeiten oder andere Genussmittel können gefastet werden – so auch digitale Medien.1
Was sind die Folgen von hoher Bildschirmzeit?
Smartphone, PC und Laptop sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: Sie dienen uns als Arbeitsmaterialien, zur Kommunikation oder helfen mithilfe von Apps, buchstäblich unseren Weg zu finden. Daraus ist eine „Always on“-Mentalität entstanden, welche Stress verursachen und das psychische Wohlbefinden negativ beeinflussen kann. Mögliche körperliche Folgen sind Nacken- Schulter- und Rückenprobleme, Konzentrations- und Schlafstörungen. Auch die Augen können leiden.2, 3
Warum ist viel Bildschirmzeit schlecht für Ihre Augengesundheit?
Stundenlang auf Bildschirme zu starren kann das sogenannte Computer Vision Syndrom (CVS) auslösen, eine Überanstrengung der Augen. Ist der Blick lange Zeit auf den Bildschirm fixiert, blinzeln wir unbewusst weniger und die Augen werden trocken. Außerdem ermüdet der Augenmuskel. Mögliche Symptome eines CVS sind beispielsweise brennende Augen und verschwommenes Sehen.4
Um dem entgegenzuwirken, sollten Sie regelmäßige Pausen einplanen, bei denen Sie den Blick vom Bildschirm nehmen. Trinken Sie genug und achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, die Sie mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. Wichtige Mikronährstoffe für die Augengesundheit und für den Erhalt der Sehkraft sind beispielsweise Vitamin B2 (Riboflavin), enthalten in Milch, Milchprodukten, Fleisch und Fisch, sowie Zink aus Fleisch, Fisch, Nüssen und Vollkornprodukten.5, 6, 7, 8
Warum hängen wir so häufig vor Bildschirmen?
Ein Grund dafür, warum wir so gerne und oft aufs Handy blicken, sind die Glücksgefühle, die dabei ausgelöst werden. Erhalten wir eine Push-Nachricht oder folgen wir einem aufregenden Instagram-Reel, wird im Gehirn Dopamin ausgeschüttet. Das ist ein Botenstoff, der ein wichtiger Bestandteil unseres Belohnungssystems ist. Das löst eine ganze Reihe kurzfristiger Glückskicks aus – und von diesen will unser Gehirn immer mehr.3
Immer auf Empfang, dadurch dauerhaft nervös und in ständiger Erwartung: Erkennen Sie sich hier wieder? Dann kann Digital Detox, also eine „Entgiftung“ von digitalen Medien, eine gute Maßnahme für Sie sein. Wie praktisch sind da die 40 Tage Fastenzeit, um einen Smartphone Detox zu machen?
Warum eine Smartphone-Pause Ihrer Gesundheit guttut
Schon eine kleine Veränderung kann viel bewirken – und nein, Sie müssen Ihr Smartphone nicht komplett aus der Hand legen: In einer Studie der Universität für Weiterbildung Krems aus dem Jahr 2025 führte eine Begrenzung der täglichen Nutzung auf unter zwei Stunden bereits dazu, dass sich das Wohlbefinden der Teilnehmer spürbar verbesserte. Die Kontrollgruppe behielt ihre durchschnittliche Bildschirmzeit von 4,5 Stunden pro Tag bei. Die Ergebnisse nach drei Wochen: Unter anderem ließ der Stress nach und die Schlafqualität verbesserte sich.9, 10
Tipps: Wie klappt es mit dem Digital Detox?2, 11
Folgende Tipps können Ihnen helfen, Ihre Bildschirmzeit deutlich zu reduzieren. Vielleicht möchten Sie die ja auch nach der Fastenzeit noch weiter beherzigen und als feste Gewohnheit in Ihren Alltag übernehmen.
Tipp 1: Realistische Ziele setzen
Von jetzt auf gleich komplett offline? Unrealistisch! Verschaffen Sie sich lieber vorher einen Überblick, wo Sie stehen und wo Sie hinwollen. Folgende Fragen helfen dabei: Wie lange, wie oft und wofür nutzen Sie Ihr Smartphone? Welche Apps brauchen Sie wirklich? Überlegen Sie dann, wo Sie wertvolle Zeit einsparen können.
Tipp 2: Handy stummschalten
Push-Benachrichtigungen reißen Sie aus der Situation heraus und lenken ab. Deaktivieren Sie alle Benachrichtigungen und versuchen Sie, die Unsicherheit auszuhalten, etwas zu verpassen. Wenn Sie merken, dass Sie das nervös macht, lenken Sie sich ab, zum Beispiel durch ein Heißgetränk, eine kurze Bewegungseinheit oder einen (gesunden) Snack.
Tipp 3: Funktionen einschränken
In den meisten Smartphones sind heute Apps vorinstalliert, die die Nutzung der Telefone einschränken können, zum Beispiel Zeitbegrenzungen für bestimmte Anwendungen. Übrigens: Ist das Display schwarz-weiß, verliert das Smartphone nachweislich seinen Reiz und wird eher weggelegt. Probieren Sie es aus und aktivieren Sie in den Einstellungen den Schwarz-Weiß-Modus.12
Tipp 4: Handyfreie Zonen schaffen
Schaffen Sie Räume, in denen das Smartphone außer Reichweite ist. Das können Zimmer sein wie das Schlafzimmer, Badezimmer oder der Essbereich. Sie können aber auch das Handy mal bewusst zu Hause lassen, zum Beispiel wenn Sie spazieren gehen.
Tipp 5: Analoge Alternativen suchen
Für viele Menschen beginnt bereits das Aufstehen mit einem Ton, der aus dem Handy schallt. Probieren Sie es stattdessen mal mit einem analogen Wecker. Rezepte lassen sich auch wunderbar aus Kochbüchern nachkochen und für unterwegs lohnt sich statt Google Maps die gute alte Straßenkarte. Wer weiß, vielleicht löst die Tatsache, einige Ziele auch ohne digitale Helfer zu erreichen, ebenso schöne Glücksgefühle aus.
FAQ
Was ist Digital Detox?
Der Begriff Digital Detox ist eine Wortneuschöpfung abgeleitet aus dem englischen „Detox“, also „Entgiftung“. Er bezeichnet eine Art „Mediendiät“, bei der in einem festgelegten Zeitraum bewusst auf Medienkonsum verzichtet oder dieser auf ein Minimum heruntergefahren wird.3 Diese bewusste Reduzierung der Bildschirmzeit kann nachweislich das Wohlbefinden und den Schlaf verbessern sowie Stress reduzieren – und bietet sich beispielsweise in der Fastenzeit an, in der viele Menschen auf bestimmte Genussmittel verzichten.10
Was passiert mit den Augen bei langer Bildschirmzeit?
Langes Starren auf Bildschirme strengt die Augen an und kann das sogenannte Computer Vision Syndrom (CVS) auslösen. Unter anderem blinzeln wir weniger, die Augen werden trocken. Mögliche Anzeichen für ein CVS sind brennende Augen oder verschwommenes Sehen.4 Entgegenwirken können regelmäßige Pausen, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine ausgewogene Ernährung.
Wie können Sie Digital Detox im Alltag umsetzen?
Eine Möglichkeit ist Smartphone Detox. Dabei geht es darum, die tägliche Bildschirmzeit am Handy bewusst auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, im Alltag analoge Helfer statt Apps zu nutzen – beispielsweise klassische Wecker oder Straßenkarten. Ist das Smartphone stummgeschaltet, reduzieren Sie das Risiko, durch unwichtige Benachrichtigungen gestört zu werden.
Quellen
- Norddeutscher Rundfunk. Fastenzeit ab Aschermittwoch 2026: Veränderung durch Verzicht? https://www.ndr.de/ratgeber/Fastenzeit-ab-Aschermittwoch-2026-Veraenderung-durch-Verzicht,fasten211.html, letzter Abruf am 10.02.2026
- Norddeutscher Rundfunk. Digital Detox: Tipps für eine Pause von der digitalen Welt. https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Digital-Detox-Tipps-fuer-eine-Pause-von-der-digitalen-Welt,digitaldetox106.html, letzter Abruf am 10.02.2026
- Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. Digital Detox. Bewusster Verzicht auf digitale Medien – digitales Fasten. https://www.arbeitswissenschaft.net/angebote-produkte/zahlendatenfakten/zdf-digital-detox, letzter Abruf am 10.02.2026
- Gelbe Liste. Intensive Bildschirmnutzung und Gleitsichtbrille triggern Kopfschmerzen. https://www.gelbe-liste.de/neurologie/intensive-bildschirmnutzung-gleitsichtbrille-kopfschmerzen, letzter Abruf am 10.02.2026
- European Food Safety Authority. Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to riboflavin (vitamin B2) and contribution to normal energy-yielding metabolism (ID 29, 35, 36, 42), contribution to normal metabolism of iron (ID 30, 37), maintenance of normal skin and mucous membranes (ID 31, 33), contribution to normal psychological functions (ID 32), maintenance of normal bone (ID 33), maintenance of normal teeth (ID 33), maintenance of normal hair (ID 33), maintenance of normal nails (ID 33), maintenance of normal vision (ID 39), maintenance of normal red blood cells (ID 40), reduction of tiredness and fatigue (ID 41), protection of DNA, proteins and lipids from oxidative damage (ID 207), and maintenance of the normal function of the nervous system (ID 213) pursuant to Article 13(1) of Regulation (EC) No 1924/2006. https://efsa.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.2903/j.efsa.2010.1814, letzter Abruf am 11.02.2026
- Gesundheit.GV.AT. Vitamin B2. https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/vitamine-mineralstoffe/wasserloesliche-vitamine/vitamin-b2.html#wo-ist-vitamin-b2-enthalten, letzter Abruf am 11.02.2026
- European Food Safety Authority. Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to zinc and function of the immune system (ID 291, 1757), DNA synthesis and cell division (ID 292, 1759), protection of DNA, proteins and lipids from oxidative damage (ID 294, 1758), maintenance of bone (ID 295, 1756), cognitive function (ID 296), fertility and reproduction (ID 297, 300), reproductive development (ID 298), muscle function (ID 299), metabolism of fatty acids (ID 302), maintenance of joints (ID 305), function of the heart and blood vessels (ID 306), prostate function (ID 307), thyroid function (ID 308), acid-base metabolism (ID 360), vitamin A metabolism (ID 361) and maintenance of vision (ID 361) pursuant to Article 13(1) of Regulation (EC) No 1924/20061. https://efsa.onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.2903/j.efsa.2009.1229#:~:text=Page%202,in%20the%20general%20EU%20population, letzter Abruf am 11.02.2026
- Gesundheit.GV.AT. Zink. https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/vitamine-mineralstoffe/spurenelemente/zink.html, letzter Abruf am 11.02.2026
- Deutsche Handwerks Zeitung. Studie: Digital Detox wirkt wirklich. https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/studie-digital-detox-wirkt-wirklich-33/, letzter Abruf am 10.02.2026
- Pieh, C., Humer, E., Hoenigl, A. et al. Smartphone screen time reduction improves mental health: a randomized controlled trial. BMC Med 23, 107 (2025). https://link.springer.com/article/10.1186/s12916-025-03944-z#citeas, letzter Abruf am 10.02.2026
- Klicksarfe. Digital Wellbeing. https://www.klicksafe.de/digital-wellbeing, letzter Abruf am 10.02.2026
- RedaktionsNetzwerk Deutschland. Warum es sich lohnt, das Smartphone mal auf Schwarz-Weiß umzustellen. https://www.gelbe-liste.de/neurologie/intensive-bildschirmnutzung-gleitsichtbrille-kopfschmerzen, letzter Abruf am 10.02.2026
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