Pollenallergie & Immunsystem: Die Verbindung, die viele unterschätzen

Gehören Sie auch zu den Menschen, die von Heuschnupfen geplagt sind? Dann sind Sie in guter Gesellschaft, in Deutschland ist das nämlich etwa jeder vierte Erwachsene.1 Schon jetzt fliegen die ersten Pollen durch die Luft und gefühlt beginnt die Hochsaison jedes Jahr früher. Lesen Sie, was bei einer Pollenallergie im Körper passiert, was das Immunsystem damit zu tun hat und wie Sie sich wappnen können.

Schwarze Johannisbeere: Pflanzenkraft mit langer Tradition

Bevor wir weiter über Heuschnupfen sprechen, möchten wir Ihnen die Schwarze Johannisbeere vorstellen: Die tiefschwarzen Beeren sind voller wertvoller Inhaltsstoffe wie Anthocyane und Vitamin C, welche die Zellen schützen und das Immunsystem stärken können.2, 3 In der Kräuterkunde der Traditionellen Europäischen Medizin (TEM) ist dies schon seit Jahrhunderten bekannt.

Dieses Wissen wurde von erfahrenen Experten auf dem Gebiet weitergetragen, unter anderem von Hildegard von Bingen (1098 – 1179).4 So hat die Schwarze Johannisbeere noch heute ihren festen Platz in der Naturheilkunde. Zubereitungen aus den Beeren und anderen Pflanzenteilen kommen beispielsweise als Mundspray oder Kapseln bei verschiedensten Beschwerden zum Einsatz. Unter anderem bei Halsschmerzen, Husten – und eben auch Heuschnupfen.5

Pollenallergie: Warum reagiert der Körper so stark?

Unter Heuschnupfen versteht man eine Pollenallergie, also die allergische Reaktion auf Pollen (umherfliegenden Blütenstaub). Bei Betroffenen wirken Pollen dann als Allergen, das ist ein allergieauslösender Stoff. Atmen Allergiker Pollen ein, nimmt ihr Immunsystem sie fälschlicherweise als Krankheitserreger wahr und antwortet mit einer Überreaktion. Es werden verschiedene Botenstoffe ausgeschüttet, die den Organismus in Alarmbereitschaft versetzen, zum Beispiel Histamin.6 Es kommt zu Symptomen wie Schnupfen, tränenden Augen und Juckreiz.7

Zur Behandlung dieser Symptome stehen verschiedene Medikamente als Tabletten, Augentropfen oder Nasenspray zur Verfügung, zum Beispiel Antihistaminika. Sie können die Allergie zwar nicht heilen, aber zumindest die Beschwerden lindern. Das tun sie, indem sie die Wirkung von Histamin ausbremsen.8

Pollenflug: Beginnt die Saison immer früher?

Als Hauptauslöser von Heuschnupfen gelten Pollen von Bäumen wie Birke und Hasel, Gräsern und Kräutern wie Beifuß.6 In Mitteleuropa findet der typische Pollenflug im Frühjahr statt, mit saisonalen Höhepunkten im April und Juli. Allerdings beginnt die Blütezeit einiger Pflanzenarten, der sogenannten Frühblüher, schon im Januar oder bereits im Dezember, andere blühen im Herbst bis in den November hinein.

Der Klimawandel trägt mit höheren Temperaturen und mehr Trockenheit zu einer Ausdehnung der Pollensaison bei. Manche Allergiker leiden also fast das ganze Jahr immer wieder unter den Symptomen.9 Wenn Sie genauer wissen wollen, welche Pollen wann und wo durch die Luft wirbeln, hilft ein Pollenflugkalender. Es gibt diverse im Netz, hilfreich ist zudem die Pollenflug-Vorhersage auf der Website vom Deutschen Wetterdienst.10

Hyposensibilisierung: Immunsystem an das Allergen gewöhnen

Die spezifische Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt, setzt direkt an der Ursache der Allergie an: dem Immunsystem. Dieses soll sich an das Allergen gewöhnen. Das Ziel: Es kommt nicht mehr zu einer Überreaktion. Dazu werden über einen bestimmten Zeitraum winzige, allmählich ansteigende Mengen des Allergens in Form von Tabletten, Tropfen oder durch Spritzen verabreicht. Der Kontakt mit dem Allergen wird so immer weiter „geübt“, bis nach und nach immer weniger oder gar keine Symptome mehr ausgelöst werden. Die Behandlung dauert in der Regel drei Jahre.11

Welche Mikronährstoffe können das Immunsystem unterstützen?

Was können Sie selbst tun, um sich vor Allergien zu schützen? Eine Möglichkeit bietet ein gesunder Lebensstil, der auch das Immunsystem stärkt. Ein gut funktionierendes Immunsystem ist weniger anfällig für Allergien. Es kann besser zwischen harmlosen Pollen und echten Gefahren unterscheiden und neigt dadurch weniger zu allergischen Überreaktionen.12, 13

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse versorgt Sie mit Vitaminen, Mineralstoffen und Sekundären Pflanzenstoffen sowie Ballaststoffen. So stärken Sie Ihre Abwehrkräfte mit der Kraft der Pflanzen. Besonders wichtig für ein funktionierendes Immunsystem: der Mikronährstoff Vitamin C.14 Es wirkt antioxidativ, das heißt, es fängt schädliche Verbindungen wie freie Radikale ab und schützt so die Körperzellen vor Schäden durch den sogenannten oxidativen Stress. Oxidativer Stress kann allergischen Schnupfen, so auch Heuschnupfen verschlimmern.15, 16

Hier begegnen uns dann auch die Schwarzen Johannisbeeren wieder: In den kleinen Kraftpaketen stecken nämlich besonders viele sekundären Pflanzenstoffe, wie die bereits erwähnten Anthocyane. Das sind pflanzliche Farbstoffe, die roten bis tiefschwarzen Früchten ihre Farbe verleihen. Unter anderem bewahren sie die Pflanze vor zu starker UV-Strahlung. Wenn wir Menschen diese sekundären Pflanzenstoffe zu uns nehmen, können sie unsere Zellen schützen, indem sie freie Radikale unschädlich machen.17

Probiotika und Präbiotika für einen gesunden Darm

Die Schlagkraft Ihres Immunsystems wird stark von der Gesundheit Ihres Darms beeinflusst. Hier befinden sich die meisten Abwehrzellen.18 Die Darmgesundheit wiederum ist abhängig von der Darmflora – der Zusammensetzung der Mikroorganismen, die den Darm besiedeln.19 „Gute“ Bakterien tragen zu einer Balance in der Darmflora bei. Enthalten sind sie als sogenannte Probiotika in fermentierten Lebensmitteln wie Joghurt, Kefir, Sauerkraut und Kimchi.20

Es geht aber nicht nur darum, diese guten Bakterien in unseren Darm zu bekommen. Damit sie sich dort fleißig vermehren und die „schlechten“ Bakterien in Schach halten können, müssen wir sie „füttern“. Das gelingt mit einer Ernährung, die reich an bestimmten Ballaststoffen wie Polysacchariden ist. Diese weitgehend unverdaulichen Nahrungsbestandteile haben einen sogenannten präbiotischen Effekt. Das heißt, sie dienen den nützlichen Bakterien im Darm als Nahrung und unterstützen dadurch indirekt die Darmgesundheit. Wenn Sie sich ballaststoffreich ernähren möchten, greifen Sie großzügig zu bei Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten sowie Nüssen und Beeren. Damit versorgen Sie die guten Bakterien mit ordentlich Futter und tragen zu einer gesunden Verdauung bei.21, 22

FAQs – Häufige Fragen

Warum sollten Sie bei einer Pollenallergie das Immunsystem stärken?

Das Immunsystem von Heuschnupfen-Allergikern nimmt Pollen fälschlicherweise als Krankheitserreger wahr und antwortet mit einer Überreaktion, welche die typischen Symptome auslösen. Ein gut funktionierendes Immunsystem ist weniger anfällig für Allergien und kann besser zwischen harmlosen und gefährlichen Stoffen unterscheiden.6, 12, 13

Was sind bei Heuschnupfen wichtige Mikronährstoffe für das Immunsystem?

Damit das Immunsystem gut funktioniert, achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, die Sie mit ausreichend Vitalstoffen versorgt. Vitamin C ist besonders wichtig für das Immunsystem, da es antioxidativ wirkt und so die Körperzellen vor Schäden durch den sogenannten oxidativen Stress schützt. Dieser kann Heuschnupfen verschlimmern.14, 15, 16 Zu den Antioxidantien zählen auch die Anthocyane. Die natürlichen Farbstoffe finden sich beispielsweise in Schwarzen Johannisbeeren.

Warum sind Probiotika so wichtig für das Immunsystem?

Das Immunsystems wird auch von der Darmgesundheit beeinflusst. Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die eine positive Wirkung auf das Gleichgewicht der Darmflora haben können, wenn sie in ausreichender Menge aufgenommen werden. Diese „guten“ Bakterien beeinflussen neben der Verdauung auch das Immunsystem. Sie sind zum Beispiel in Joghurt, Kefir und Sauerkraut enthalten.23

  1. Deutscher Allergie- und Asthmabund. Mythen und Irrtümer zum Heuschnupfen. https://www.daab.de/2025/03/mythen-und-irrtuemer-zum-heuschnupfen#:~:text=%E2%80%9EEin%20Heuschnupfen%20ist%20harmlos%2C%20wer,fr%C3%BChzeitig%20und%20richtig%20behandelt%20werden., letzter Abruf am 28.01.2026
  2. DocMedicus. Anthocyane – Funktionen. https://www.vitalstoff-lexikon.de/Sekundaere-Pflanzenstoffe/Anthocyane/Funktionen, letzter Abruf am 28.01.2026
  3. DocMedicus. Ernährung und Nahrungsergänzung für das Immunsystem. https://www.gesundheits-lexikon.com/Blutbildende-Organe-Immunsystem/Ernaehrung-und-Nahrungsergaenzung/Ernaehrung-und-Nahrungsergaenzung-fuer-das-Immunsystem, letzter Abruf am 28.01.2026
  4. ORF für alle. Gesundheit. Schwarze Ribisel bei Allergien. https://noe.orf.at/magazin/stories/3203662/, letzter Abruf am 28.01.2026
  5. PharmaWiki. Schwarze Johannisbeere. https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=schwarze%20Johannisbeere, letzter Abruf am 28.01.2026
  6. Helmholtz Zentrum München. Allergieinformationsdienst. Heuschnupfen – Was ist das? https://www.allergieinformationsdienst.de/krankheitsbilder/heuschnupfen/grundlagen, letzter Abruf am 28.01.2026
  7. Helmholtz Zentrum München. Heuschnupfen: Symptome. https://www.allergieinformationsdienst.de/krankheitsbilder/heuschnupfen/symptome, letzter Abruf am 28.01.2026
  8. Helmholtz Zentrum München. Antihistaminika. https://www.allergieinformationsdienst.de/therapie/allergie-medikamente/antihistaminika, letzter Abruf am 28.01.2026
  9. Umweltbundesamt. GE-I-3: Belastung mit Birkenpollen.  https://www.umweltbundesamt.de/monitoring-zur-das/handlungsfelder/gesundheit/ge-i-3/indikator#pollenbelastung-steigt-, letzter Abruf am 28.01.2026
  10. Deutscher Wetterdienst. Pollenflug-Gefahrenindex. https://www.dwd.de/DE/leistungen/gefahrenindizespollen/gefahrenindexpollen.html, letzter Abruf am 28.01.2026
  11. Helmholtz Zentrum München. Allergieinformationsdienst. Spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) https://www.allergieinformationsdienst.de/therapie/spezifische-immuntherapie-hyposensibilisierung, letzter Abruf am 28.01.2026
  12. Lungenärzte im Netz. Allergien, allgemein. Vorbeugung. https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/allergien-allgemein/vorbeugung/, letzter Abruf am 28.01.2026
  13. Universitätsambulanz für Integrative Gesundheitsversorgung und Naturheilkunde. Witten. Heuschnupfen. https://www.uniambulanz-witten.de/heuschnupfen-wie-umgehen-mit-der-pollenallergie/, letzter Abruf am 28.01.2026
  14. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Hilft Vitamin C gegen Erkältungen? https://www.dge.de/presse/meldungen/2011-2018/hilft-vitamin-c-gegen-erkaeltungen/#:~:text=F%C3%BCr%20Erwachsene%20betr%C3%A4gt%20diese%20110,Gem%C3%BCse%20nur%20kurz%20ged%C3%BCnstet%20werden., letzter Abruf am 28.01.2026
  15. ÄrzteZeitung. Allergien und Entzündungen. Welchen Nutzen Vitamin C bei Allergien haben kann https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Welchen-Nutzen-Vitamin-C-bei-Allergien-haben-kann--456183.html, letzter Abruf am 28.01.2026
  16. Bowler RP, Crapo JD. Oxidative stress in allergic respiratory diseases. J Allergy Clin Immunol. 2002 Sep;110(3):349-56. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12209079/, letzter Abruf am 28.01.2026
  17. DocCheck Flexikon. Anthocyan. https://flexikon.doccheck.com/de/Anthocyan, letzter Abruf am 28.01.2026
  18. Universitätsklinikum Erlangen. Der Darm - Ein Organ mit vielen Superlativen. https://www.medizin1.uk-erlangen.de/forschung/arbeitsgruppen/ag-prof-c-becker/thema-darm/#:~:text=Der%20Darm%20ist%20das%20gr%C3%B6%C3%9Fte,ein%20zentrales%20Thema%20unserer%20Arbeitsgruppe., letzter Abruf am 28.01.2026
  19. DocCheck Flexikon. Mikrobiom. https://flexikon.doccheck.com/de/Mikrobiom, letzter Abruf am 28.01.2026
  20. DocCheck Flexikon. Probiotikum. https://flexikon.doccheck.com/de/Probiotikum, letzter Abruf am 28.01.2026
  21. DocCheck Flexikon. Präbiotikum. https://flexikon.doccheck.com/de/Pr%C3%A4biotikum, letzter Abruf am 28.01.2026
  22. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Ausgewählte Fragen und Antworten zu Ballaststoffen. https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/faq/ausgewaehlte-fragen-und-antworten-zu-ballaststoffen/, letzter Abruf am 28.01.2026
  23. DocMedicus. Probiotika – Warum gute Bakterien so wichtig sind. https://www.gesundheits-lexikon.com/Ernaehrung-Diaeten/Probiotika-Probiotische-Lebensmittel/Probiotika-warum-gute-Bakterien-so-wichtig-sind, letzter Abruf am 28.01.2026
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